Daniel Sauer
In 2025 wurde dem Jazz Saxophonisten Daniel Sauer der „JIB Project Award“ für sein Projekt “listening to the breath of others” zugesprochen.
Sein transdisziplinäre Performance-Projekt erforscht Klang, Atmung und Bewegung auf räumlicher Ebene.
Listening to the breath of others…
ist ein Performance-Projekt, das Klang und Atmung sowohl körperlich als auch räumlich erforscht. Bei der Performance wird mit akustischen Instrumenten (Trompete, Saxophon, Flöte) sowie elektronisch erzeugten bzw. verstärkten Klängen gearbeitet, die sich zusammen mit der Bewegung der Performer*innen im gesamten Raum ausbreiten.
Das Projekt ist eine Weiterführung des Duos zwischen Theo Altmann (Trompete) und Daniel Sauer (Saxophon), die eine lange Zusammenarbeit verbindet und nun um die Tänzerin und Choreografin Maria O’Herce erweitert wird.
Da das Zusammenspiel von Klang und Körperlichkeit durch eine lange Tradition in der Tanz- und Performancewelt immer wieder neu ausgelotet wurde, ist es im Prozess wichtig, auf diese Tradition zurückzugreifen und sich kritisch mit ihr auseinanderzusetzen. Atmung als Bindeglied zwischen Klang, Musik und Tanz ist vor allem unter dem Aspekt interessant, dass wir als Bläser*innen stets einen großen Fokus auf die Atmung legen, die sowohl den Klang als auch das Spielgefühl maßgeblich beeinflusst. Die Intimität, die eine Hörbarmachung der Atmung mit sich zieht, führt sofort zu einer körperlichen oder sogar emotionalen Reaktion, die einen Teil der Performance einnehmen wird.
Um den Raum des Georg-Neumann-Saals zu erweitern, soll der Klang über eine Mehrkanal-Beschallung verteilt werden, die das Konzerterlebnis weg von einer Guckkasten-Ästhetik und hin zu einer mehrdimensionalen Wahrnehmung führen soll.
Die Präsentation des ausgearbeiteten Projekts ist am 9. Februar 2026, 19 Uhr im Georg-Neumann-Saal des JIB. Gäste sind sehr herzlich willkommen.